Netzwerk Innenentwicklung

Warum Innenentwicklung?

Das Thema Innenentwicklung hat spätestens seit der Revision des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes (RPG), welches am 1. Mai 2014 in Kraft trat und das Hauptziel des Zersiedlungsstopps hat, für alle Gemeinden wesentlich an Aktualität gewonnen.

Angesichts der veränderten Gesetzeslage und den entsprechenden Änderungen in den verschiedenen kantonalen Richtplänen, welche sich momentan in Revision befinden - der teilrevidierte kantonale Richtplan Luzern wurde am 14. September 2015 vom Kantonsrat grossmehrheitlich genehmigt -, sind die Gemeinden vor neue Herausforderungen gestellt.

Es stellen sich Fragen wie zum Beispiel:

  • Inwiefern ist die Gemeinde von den neuen Raumplanungsvorgaben betroffen?
  • Welche Entwicklungsperspektiven gibt es in Zukunft?
  • Welche Schritte muss die Gemeinde unternehmen?
  • Wann muss sie in den Projektlead gehen?
  • Wie muss man vorgehen, um qualitätsvolle Innenentwicklungsprojekte zu unterstützen?
  • Wie kann man die Eigentümerschaft und die weitere Bevölkerung in den Prozess involvieren und deren Wissen in Wert setzen?
  • Wie kann man Projekte realisieren, die von den Einwohnenden mitgetragen werden?

Aus den neuen Raumplanungsvorgaben ergibt sich für die Gemeinden eine veränderte Rolle und ergeben sich neue Verantwortlichkeiten im Rahmen der raumplanerischen Aufgaben, welche sie wahrzunehmen haben. Dies sind konkrete Aufträge an die Gemeinden, welche sie umsetzen müssen. Siehe dazu auch die Seite Rolle und Verantwortlichkeit.


Das Netzwerk Innenentwicklung

Was ist das Netzwerk Innenentwicklung und welche Ziele verfolgt es?

Das «Netzwerk Innenentwicklung» wird im Rahmen des Projekts «Netzwerk kooperative Umsetzungsverfahren in der Innenentwicklung», einem Modellvorhaben des Bundes, aufgebaut. Es hat zum Ziel, die Gemeinden des Kantons Luzern und des Kantons Basel-Landschaft bei der Herausforderung, eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach innen umzusetzen, zu unterstützen.

Weg und Umsetzung

Um bereits jetzt bestehendes und erarbeitetes Know-How weitervermitteln zu können, wurde diese Webseite angelegt, welche kontinuierlich ausgebaut wird, und somit als wachsende Informations- und Orientierungsplattform für Gemeinden dienen soll. Sie soll dabei helfen sich zu orientieren, erste Informationen zu sammeln und von den Erfahrungen anderer Gemeinden profitieren zu können.

Das Modellvorhaben «Netzwerk kooperative Umsetzungsverfahren in der Innenentwicklung»

Das Modellvorhaben umfasst neben dem Aufbau des Netzwerkes auch Fallstudien in insgesamt neun Gemeinden in den Kantonen Luzern und Basel-Landschaft. Im Rahmen dieser Fallstudien werden neue Verfahren für die kooperative Umsetzung von Innenentwicklungsprojekten getestet.

Für weitere Informationen zum Projekt siehe Das Modellvorhaben , Factsheet zum Projekt  oder das Organigramm.


Ihre Fragen

Wann kann Ihnen diese Webseite als Orientierungshilfe dienen?

Die Fragen, welche im Rahmen dieses Modellvorhabens behandelt werden, setzen auf Quartiersebene an. Grundlegende Voraussetzung für die Arbeit auf dieser Ebene ist, dass die Gemeinde die Nutzungspotentiale und strategischen Stossrichtungen für ihre Quartiere festgelegt hat. Siehe dazu auch die Seite Aufgaben und Vorgehen.

Sie stehen vor einer der folgenden Herausforderungen?

  • In den nächsten Jahren soll eine Zentrumsentwicklung oder eine Entwicklung von Wohn- oder gemischten Quartieren erfolgen?
  • Sind bei der Entwicklung verschiedene Eigentümerschaften involviert?
  • Sind planungsrechtliche Veränderungen (z.B. Gestaltungsplan, Bebauungsplan) erforderlich?

Im Modellvorhaben werden Vorgehensweisen für Zentren sowie Wohn- und gemischte Quartiere durchgeführt, wie:

  • Entwicklung des Zentrums
  • Entwicklung eines zentrumsnahen Quartiers
  • Entwicklung eines gemischten Mehrfamilien- / Einfamilienhausquartiers
  • Entwicklung eines Einfamilienhausquartiers