Das Modellvorhaben

Projekt «Netzwerk kooperative Umsetzungsverfahren in der Innenentwicklung»

Ausgangslage

Im Rahmen des Programms «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» fördert der Bund des Projekt «Netzwerk kooperative Umsetzungsverfahren in der Innenentwicklung» mit CHF 175'000.-. Dieses hat der Kanton Luzern zusammen mit der Hochschule Luzern und weiteren Partnern angestossen. Von den insgesamt 149 beim Bund eingereichten Projekten wurden 33 Vorhaben ausgewählt. Sie werden von 2014-2018 mit rund 3,7 Millionen Franken unterstützt.

Projektgegenstand

Die verstärkte Siedlungsentwicklung nach innen schafft für viele Gemeinden neue Herausforderungen. Zwar bestehen strategische Planungsinstrumente, jedoch scheitert man oft bei der Umsetzung. Im Projekt werden neue Verfahren für die kooperative Umsetzung von Innenentwicklungsvorhaben mit den Grundeigentümerschaften getestet, generalisiert und zur Anwendungsreife gebracht. Die Erkenntnisse bilden die Basis für den Aufbau und die Verstetigung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten für Gemeinden.

Projektziele

Das vorliegende Projekt verfolgt folgende wichtige Zielsetzungen:

  • Kooperative und professionell moderierte Umsetzungsprozesse in den Fallstudien-Gemeinden initiieren und durchführen.
  • Informelle dialogische kooperative Methoden in einem Praxistest in neun Fallstudien entwickeln und umsetzen.
  • Situationsspezifische, lokale Eigenheiten berücksichtigende Umsetzungslösungen für typische, verallgemeinerbare Problemstellungen der Innenentwicklung erarbeiten.
  • Eine klar definiertes Unterstützungs- und Beratungsangebot, das Gemeinden und weitere Schlüsselakteure bei der Innenentwicklung aktiv unterstützt.
  • Die erarbeiteten Erkenntnisse als Handlungsempfehlungen diversen Zielgruppen zugänglich machen.
Zeitplan-Modellvorhaben

Das Modellvorhaben wird in drei Phasen bearbeitet.

Projektdaten

Das Projekt läuft von 2014-2018. Am Projekt beteiligt sind neben dem Kanton Luzern: Die Hochschule Luzern, der Kanton Basel-Landschaft, die Schweizerische Vereinigung für Landesplanung, der Verband Luzerner Gemeinden, die Region Luzern West und die neun Fallstudien-Gemeinden Aesch (BL), Ballwil, Emmen, Entlebuch, Oberwil (BL), Schüpfheim, Sempach, Ufhusen und Weggis.

Phase I: Vorbereitung (Juni 2014 – Oktober 2014)

In der ersten Phase wurde das Projektmanagement aufgebaut, sowie der Projektbeirat gebildet. Es wurden die ersten Teilgebiete und Aufgaben für die neun Fallstudien definiert sowie eine erste Sondierung bzw. Analyse von Netzwerken mit vergleichbaren Aufgaben durchgeführt.

Beirat

Die Mitglieder des Projektbeirats setzten sich aus folgenden Organisationen zusammen:

  • Bundesamt für Raumentwicklung ARE
  • Bundesamt für Landwirtschaft BLW
  • Kanton Luzern, Raum und Wirtschaft rawi
  • Kanton Luzern, Landwirtschaft und Wald lawa
  • Kanton Basel-Landschaft, Amt für Raumplanung arp
  • Schweizerische Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN
  • Verband Luzerner Gemeinden VLG
  • Gemeinde Ballwil
  • Planungsexperten
  • Regionaler Entwicklungsträger Luzern Plus
  • Hochschule Luzern, Departemente Technik & Architektur, Wirtschaft und Soziale Arbeit

Ehemalige:

  • Wirtschaftsförderung Kanton Luzern

Phase II: Ausführung (November 2014 – ca. Mai 2018)

Im Hauptprojekt werden zunächst hauptsächlich die einzelnen Fallbeispiele in den Gemeinden bearbeitet. Dabei werden die Ergebnisse für den Wissenstransfer laufend aufbereitet. Gleichzeitig werden durch die Arbeit an den Fallbeispielen die Grundlagen für die Beratung und Unterstützung weiterer Gemeinden mit Entwicklungsabsicht geschaffen. Schliesslich soll eine Konsolidierung der Unterstützungs- und Beratungstätigkeit erfolgen und neue Innenentwicklungsprojekte angestossen werden.

Phase III: Synthese (ca. Januar 2018 – Juni 2018)

In der letzten Phase des Modellvorhabens werden die Ergebnisse des Projektes zusammengefasst und Handlungsempfehlungen zu Umsetzungsverfahren und zur Netzwerkoperation verfasst. Mit einem Argumentarium für strategiepolitische Entscheidungen sollen die Erkenntnisse aus dem Modellvorhaben auch für den politischen Prozess verwertbar gemacht werden.