Kantonale Geodateninfrastruktur (KGDI):
GIS Kanton Luzern

Kantonale Geodateninfrastruktur (KGDI): GIS Kanton Luzern

Die Geodateninfrastruktur umfasst einerseits die in der zentralen Raumdatenbank verwalteten Geobasis- und Konzerndaten. Im Weiteren sind alle technischen und organisatorischen Voraussetzungen zur Geodateninfrastruktur zu zählen, welche dazu notwendig sind aktuelle, modellierte Geodaten zu beschaffen, zu erfassen und diese nutzbar zu machen.

Gesetzgebung: das kantonale Geoinformationsgesetz

Das Geoinformationsgesetz beschreibt den Auftrag und rechtlichen Rahmen für den Aufbau der Geodateninfrastruktur des Kantons Luzern. Mit dem Gesetz wird eine nachhaltige und zentralisierte Datenverwaltung angestrebt. Die Weitergabe von raumbezogenen Daten ist darin ebenso geregelt wie der Datenschutz.

Der Kanton Luzern hat als erster Kanton ein Gesetz für die Geoinformation erarbeitet und 1993 in Kraft gesetzt. Schwerpunkte des Gesetzes und seiner Verordnung sind die Nutzung und Verwaltung von Geodaten, die Regelung der Durchführung der amtlichen Vermessung und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Geoinformationsbereich.
Geoinformationsgesetz des Kantons Luzern 

Organisation: die Abteilung Geoinformation und Vermessung

Im GIS Kanton Luzern arbeiten rund ein Dutzend GIS-Spezialisten und -Spezialistinnen. Das kantonale GIS ist organisatorisch eingebettet in die Abteilung Geoinformation und Vermessung. Dabei ist das GIS in zwei Bereiche aufgeteilt: Der Bereich Geodatenmanagement ist im normativen Sinne für die Erstellung von Datenmodellen, das Führen der Metadaten und den Zugriff auf die die Geodaten zuständig. Der Bereich Geoapplikationen stellt im Auftragsverhältnis Anwendungen von Geodaten wie GIS-Karten, Datenanalysen oder beispielsweise Softwareentwicklungen zur Verfügung. Das GIS-Steuerungsorgan koordiniert und lenkt das geordnete Verwalten von Konzerndaten gemäss Anhang zum Regierungsratsbeschluss Konzerndatensatz. Das Steuerungsorgan setzt sich aus den Dienststellenleitern des BUWD, des Rechtdienstes, der kantonalen Informatik und der LUSTAT zusammen.
Aktuelle GIS-Projekte

Technische Infrastruktur: die Zentrale Raumdatenbank

Die Geodaten werden im ESRI-Geodatenformat SDE-Layer in einer auf Oracle basierten Zentralen Raumdatenbank (ZRDB) gehalten. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über spezialisierte, lokale bis zentral installierte Softwareanwendungen und via Onlinekarten. Die Metadaten zu den Geodaten können via Web abgerufen werden. Geobasisdaten sollen künftig auch im softwareunabhängigen Format Interlis oder als WMS-Services zur Verfügung stehen.
Zentrale Raumdatenbank